Das geht unter die Haut…

20 01 2008

Ich habe zuerst in einem Science-Fiction Roman davon gelesen, William Gibson, so nehme ich an . Jetzt stöbere ich im Netz rum und glaube es kaum. Jemand hat es tatsächlich erfunden:

Das animierte Tattoo!

Der Erfinder, Jay Sean Singer und Carl A. Pinter, nennen ihr Werk: PSVI. Programmable Subcutaneous Visible Implant.

Scheinbar wird für diese Erfindung ein LCD-Monitor unter der Haut eingepflanzt. Geladen wird das Display per Magnetsensor, den man auf die Haut legt.

Singer sagt dazu: “It’s like anything else…people think its weird now, but we’ll all be plugged into some type of device eventually. It’s a small price to pay for a really cool animated tattoo…and this could be the bridge to an exciting new era of plugging in people. Maybe we don’t need to eat anymore? Maybe we plug in? Right?”

Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage, ob der Erfinder beim Lesen von „Neuromancer“ darauf kam.

Um Kurzentschlossenen vorzubeugen, reagierten die Ärzte (NICHT die Band) sofort. Die amerikanische Vereinigung der plastischen Chirurgen erklärte, dass das Einsetzen und Tragen solcher Tattoos illegal und der Körper einem großen Risiko ausgesetzt sei, wenn man sich für eine Animation unter der Haut entscheiden würde.

Jetzt bin ich gespannt, wer sich trotzdem solch ein Gerät einpflanzen lässt und natürlich, was danach kommt. Hier einige Vorschläge, die Gibson auch schon erwähnte:

Künstliche Augen, die in der teuren Version eine Kamera beinhalten können.

Digitaler Speicher im Kopf

Transplantationen von Tierkiefern/zähnen in einen Menschenkiefer (Immunsuppressiva benötigt)

Klingen, die unter Fingernägeln hervorschiessen (Wolverine lässt grüssen)

Eine monomolekulare Peitsche, die in einen Daumen eingebaut ist.

Eine weitere gute Anwendung für die animierten Tattoos wären meiner Meinung nach Sportler. Endlich können auch noch die Stellen, die sonst werbefrei waren, mit Werbung versehen werden. Falls der Werbepartner abspringt wird einfach der Neue eingespeist und los gehts wieder.

Eventuell wird man dann in Zukunft hören:

„Sch***-Akku, ich muss mal eben mein Tattoo aufladen.“ oder „Unerwarteter Fehler in Tattoo 3 festgestellt, Tattoo wird sofort beendet, Fehlerbericht an Microsoft schicken?“ und natürlich: „Hey, nicht auf den Bildschirm packen!“


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